curaMED Release Notes 4.11

Allgemein | Ambulante Arzttarife

Im Hinblick auf die Einführung der neuen ambulanten Arzttarife per 2026 wurden umfassende Systemanpassungen vorgenommen. Dazu zählen unter anderem Erweiterungen im Datenmodell sowie die Integration neuer Dienste zur Sicherstellung einer korrekten und effizienten Abrechnung. Ein besonderes Augenmerk lag darauf, die Änderungen so umzusetzen, dass sie für die Anwenderinnen und Anwender im ambulanten Bereich weitgehend transparent bleiben und der gewohnte Arbeitsablauf nicht beeinträchtigt wird.

Für eine reibungslose Umstellung von Tarmed auf den Ambulanten Arzttarif im Konfigurationsbereich werden wir zu einem späteren Zeitpunkt eine separate Kundenkommunikation bereitstellen, um Sie dabei bestmöglich zu unterstützen.

Die nachfolgenden Unterkapitel geben einen Überblick über einen Teil der vorgenommenen Änderungen.

Neuer MicroService: MS- Tarifmanager

Mit der Eigenentwicklung des MS-Tarifmanagers wurden die OAAT-Tarifkomponente angebunden. Damit ist sichergestellt, dass während der Leistungserfassung und Rechnungserstellung der ambulante Arzttarif regelkonform abgerechnet wird.

Beendigung Tarif TARMED 1.08 & 1.09

Ab dem 01.01.2026 können TARMED-Positionen nur noch für das Gesetz VVG erfasst werden. Werden dennoch versehentlich TARMED-Positionen erfasst, blendet curaMED eine Meldung ein, dass der Tarif TARMED nicht mehr gültig ist.

Umstellungen in der Konfiguration

Mit der Einführung des Ambulanten Arzttarifs wurden insbesondere im Konfigurationsbereich Anpassungen vorgenommen.

Die folgenden Punkte stellen einen Teil der Änderungen dar:

  • Erweiterung der Zuschlagspositionen für TARDOC
  • Korrekte Berechnung der TXPW für TARDOC und Ambulante Fallpauschalen
  • Qualitative Dignitäten für TARDOC
  • Neue offizielle Fachbereiche
  • Kumulationseinschränkung: Rollierende Prüfung pro Fachbereich
  • Stichdatum für Leistungssets und Leistungsblätter und weitere Konfigurationsbereiche, damit im Voraus in dem angegebenen Stichdatum gültige Positionen erfasst werden können.

Darüber hinaus sind teilweise Umstellungen durch den Admin-Benutzer erforderlich.
Detaillierte Informationen zum Vorgehen bei der Umstellung werden wir Ihnen in einer separaten Kundenkommunikation bereitstellen.

Einblick in die Änderungen in der Leistungserfassung

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Änderungen im Bereich der Leistungserfassung.

Neuer Katalog «Ambulante Arzttarife» mit LKAAT Positionen

Die Leistungen werden ab dem 01.01.2026 aus dem Katalog “Ambulante Arzttarife“ mit den entsprechenden LKAAT-Positionen erfasst (LKAAT = Leistungskatalog ambulante Arzttarife). Während der Leistungserfassung werden LKAAT-Positionen automatisch entweder in TARDOC-Positionen (LKAAT TYP E/EZ) oder in potenzielle Pauschalenpositionen (LKAAT TYP P / PZ), auch Triggerpositionen genannt, übersetzt.

Erfassung der «Pauschalendiagnose» für potenzielle Pauschalenpositionen

Da Triggerpositionen zu ambulanten Fallpauschalen führen, muss gemäß Tarifstrukturvertrag eine Pauschalendiagnose im ICD-10-Format erfasst werden. Auf Basis dieser Pauschalendiagnose sowie der erfassten Leistungspositionen wird die Fallpauschale gebildet.

Sobald Triggerpositionen erfasst werden, erscheint deshalb in der Leistungserfassung neu das Feld „Pauschalendiagnose“. Um die Erfassung effizienter zu gestalten, stehen Ihnen dabei folgende ICD-10-Diagnosen zur Vorauswahl zur Verfügung:

  • ICD-10-Diagnosen, die in den letzten 30 Tagen in der Leistungserfassung erfasst wurden
  • ICD-10-Dauerdiagnosen des Patienten
  • ICD-10-Diagnosen des Patienten

Darüber hinaus können Sie jederzeit eine neue Pauschalendiagnose für diese Leistungserfassung erfassen.

Falls am selben Tag für diesen Patienten schon eine ambulante Pauschale existiert, wird im Feld „Pauschalendiagnose “ eine passende Diagnose gesetzt und diese Leistungserfassung der bestehenden ambulanten Pauschale zugewiesen.

Zur weiteren Vereinfachung haben Sie ausserdem die Möglichkeit, die Pauschalendiagnose direkt im Leistungsset zu hinterlegen, sodass diese bei der automatischen Leistungserfassung übernommen wird.

Erfassung «zugeordneter Einzelleistungen» im Zusammenhang der ambulanten Fallpauschale

TARDOC-Leistungen haben eine neue Eigenschaft namens "Zugeordnete Leistung". Dies umfasst Leistungen wie Pathologie, Laboruntersuchungen, Berichte und Leistungen, die in Abwesenheit des Patienten erbracht wurden. Diese Leistungen sind Teil der ambulanten Fallpauschale, sofern sie in diesem Zusammenhang durchgeführt werden.

Da diese zugeordneten Leistungen bereits in der Pauschale enthalten sind, sind sie nicht separat verrechenbar. Sie sind zudem nicht gruppierungsrelevant, was bedeutet, dass sie die Gesamtkosten der Fallpauschale nicht beeinflussen. Falls die Rechnung mit der Pauschale bereits an den Versicherer gesendet wurde, ist eine separate Erfassung dieser Leistungen nicht mehr notwendig.

Wenn Sie eine solche zugeordnete Leistung in curaMED erfassen, erhalten Sie im Leistungserfassungswizzard einen Hinweis, dass die Leistung möglicherweise bereits in einer ambulanten Fallpauschale enthalten ist. Dies hilft Ihnen, die korrekte Abrechnung sicherzustellen. Wenn die Fallpauschale noch nicht abgerechnet wurde, ordnet curaMED die Leistung automatisch der Pauschale zu, sobald Sie die "Pauschalendiagnose" setzen.

Erweiterung der Zuschlagspositionen für TARDOC

Die bestehende Konfiguration für die Anzeige möglicher Zuschlagspositionen im Leistungserfassungswizzard (Praxisadministration > Einstellungen Praxis > Mandant > Standardwerte) wurde für den Tarif TARDOC erweitert. Dabei wurde die Option entfernt, Zuschlagspositionen automatisch hinzuzufügen, um zu verhindern, dass versehentlich falsche Zuschlagspositionen abgerechnet werden.

Automatische Erfassung der Wechselzeiten

Die Leistungsvalidierung ergänzt falls notwendig die TARDOC Wechselzeit Positionen in den Kapiteln AR.00 und AR.05. Für folgende Sparten können die Wechselzeiten nicht automatisch hinzugefügt werden:

  • EKG
  • UBR Grundversorger
  • Endoskopie
  • Notfallstation
  • Intensivstation
  • Intermediate Care Unit (IMC)

Anzeige der Pauschalendiagnose nach der Leistungserfassung

Der Gesamtbetrag von Leistungserfassungen mit LKAAT-Positionen des Typs P/PZ wird erst nach der Rechnungserstellung berechnet. Aus dem Grund wird nun auf der Leistungserfassung die hinterlegte Pauschalendiagnose angezeigt. Um zu verdeutlichen, dass es sich dabei nicht um den endgültigen Betrag handelt, wird dies in der Leistungsübersicht bei den einzelnen Positionen entsprechend visuell hervorgehoben.

Im Zuge dieser Änderung wurde die Aktion «Rechnung wird erstellt» vorgezogen, sodass Sie bei der Rechnungserstellung weiterhin sehen können, für welche Leistungen gerade eine Rechnung erstellt wird.
Zudem wird im Tagesjournal angezeigt, welche Leistungserfassungen mit welcher Pauschalendiagnose erfasst worden sind, damit Sie schnell eine Übersicht über die erfassten Pauschalendiagnosen für die Fallpauschale erhalten können.

Einblick in die Änderungen in der Rechnungserstellung

In diesem Unterkapitel werden die Änderungen beschrieben, die im Zuge der Einführung der Ambulanten Arzttarife für die Rechnungserstellung relevant sind.

Wann wird die Fallpauschale gebildet?

Falls Leistungspositionen mit dem Typ P/PZ erfasst werden, bedeutet dies, dass diese Leistungspositionen zu einer Fallpauschale führen. Die Fallpauschale wird erst mit der Rechnungserstellung gebildet. Der endgültige Rechnungsbetrag ist somit ebenfalls erst zu diesem Zeitpunkt ersichtlich.

Tarif 007, 005 und TMA

Gebildete Fallpauschalen haben auf der Rechnung den Tarif 005 mit dem entsprechenden Pauschalenbetrag. Leistungspositionen, die Bestandteil der Fallpauschale sind, werden mit einem Betrag von 0.00 CHF und dem Tarif TMA ausgewiesen (TMA = Tarifsystem für medizinische Leistungen der ambulanten ärztlichen Behandlungen). Einzelleistungen, die mit dem Typ E/EZ erfasst wurden und kein Bestandteil der Fallpauschale sind, entsprechen dem Tarif TARDOC und werden mit dem jeweiligen Betrag und dem Tarif 007 ausgewiesen.

Leistungen bearbeiten nach der Rechnungserstellung

Nach der Rechnungserstellung können nur noch Einzelleistungen bearbeitet werden. Änderungen an zugehörigen Leistungen oder Triggerpositionen würden die Fallpauschale beeinflussen, weshalb diese nicht bearbeitet werden können. In diesem Fall muss die Rechnung ohne Leistungen gelöscht, angepasst und neu erstellt werden, damit die Fallpauschale neu gebildet werden kann.

Validierung der Rechnungsdiagnose für TARDOC-Leistungen

Gemäss Tarifstrukturvertrag der OAAT muss bei Einzelleistungen (TARDOC) stets eine Rechnungsdiagnose erfasst werden. Um Rückweisungen zu verhindern, wird bei der Rechnungserstellung neu überprüft, ob diese Diagnose erfasst wurde – allerdings nur, wenn die Rechnung ausschliesslich TARDOC-Leistungen enthält. Sollte die Rechnungsdiagnose fehlen, kann sie über die Aktion „Rechnungsangaben bearbeiten > Rechnungsdiagnose hinzufügen“ direkt auf der Rechnung ergänzt werden. Enthält eine Rechnung mit Einzelleistungen zusätzlich eine Fallpauschale, muss die Pauschalendiagnose übermittelt werden, sodass in diesen Fällen keine separate Rechnungsdiagnose mehr erfasst werden muss.

Abrechnungsfaktor für den Praktischen Arzt

Der Abrechnungsfaktor 0.93 für Praktischer Arzt entfällt.

Neue offizielle Fachbereiche

Mit den neuen Ambulanten Tarifen müssen die offiziellen Fachbereiche des Bundesamts für Statistik verwendet werden. Neu kann für Ihren Standort relevante Fachbereiche ausgewählt werden. Dazu steht unter Einstellungen Praxis > Standorte & Region > Standort neu die Übersicht Fachbereiche zur Verfügung. Damit können die Administratoren Fachbereiche auswählen, die für den Standort relevant sind. Zusätzlich kann in den Personaleinstellungen innerhalb des Standorts der relevante Fachbereich für den Behandelnden hinterlegt werden. Der Fachbereich wird neu in der Leistungserfassung angezeigt.

Kumulationseinschränkung: Rollierende Prüfung pro Fachbereich

Die Kumulationseinschränkung wird im ambulanten Bereich gemäss OAAT-Tarifstrukturvertrag ab dem 01.01.2026 rollierend und pro Fachbereich des Leistungserbringers geprüft. Diese Berechnungslogik wird ab diesem Datum automatisch angewendet und ist im Admin-Bereich unter Einstellungen Praxis > Abrechnung > Leistungserfassung ersichtlich. Falls Sie in Ihrer Organisation mehrere Fachbereiche haben, wird es für Sie umso wichtiger, diese in curaMED zu hinterlegen.

Neuer Infotext für Patienten mit erhöhtem Behandlungsbedarf

Der erhöhte Behandlungsbedarf führt bei ambulanten Arzttarifen nicht mehr zu zusätzlichen Leistungen. Diese Information wird neu als Infotext eingeblendet sowohl unter Patient > Patientendaten > Abrechnungsdaten als auch im Leistungserfassungswizzard im Schritt 2. Da diese Funktionalität weiterhin für die rückwirkende Erfassung von TARMED-Positionen benötigt wird, steht sie weiterhin zur Verfügung.

Anpassungen in den Auswertungen

Die bestehenden Auswertungen wurden so angepasst, dass nun auch Daten aus dem neuen ambulanten Arzttarif berücksichtigt werden. Die Anpassungen betreffen vor allem Leistungen und Rechnungen, damit beispielsweise Betrag und Tarif korrekt ausgewertet werden.

Allgemein | Neues Rechnungsxml 5.0

Zusammen mit den ambulanten Arzttarifen wird der Rechnungsxml-Standard auf 5.0 angepasst. Im Folgenden werden die damit verbundenen Anpassungen aufgeführt.

Anpassung RechnungsPDF auf Version 5.0

Die Anzeige der Rückforderungsbelege, Patientenrechnungen sowie Mahnungen wurden auf die neue Version 5.0 umgestellt.

Übermittlung des Fachbereichs

Der neue XML 5.0 Standard umfasst nun auch den Fachbereich und liefert den erfassten Fachbereich aus der Leistungserfassung.

Neues XML-Attribut «gln_location»

Im Rechnungsxml-Dokument muss im neuen Feld «gln_location» die GLN des Standortes mitgeliefert werden. Dieses Feld ist nur im XML relevant und ist auf der Rechnung nicht ersichtlich.

Hierfür gibt es unter Praxisadministration > Einstellungen Praxis > Standorte & Regionen > Standorte eine neue Option «Standort GLN in der Abrechnung verwenden». Ist die Option aktiviert, wird die GLN des Standortes nur im Rechnungsxml mitgeliefert. Ist auf dem Standort keine GLN hinterlegt, wird die GLN des Leistungserbringers übernommen, welcher im Personaleintrag des jeweiligen Behandelnden hinterlegt ist.

Standardkontierung (curaMED ohne curaBILL)

In curaMED wird die Unterscheidung zwischen Post- und Bankkonten abgeschafft, da sie nur für die veralteten BESR- und ESR-Rechnungsdaten verwendet wurden. Jetzt kann nur noch der Kontotyp "Bank/Post" gewählt werden, der sowohl für Bankkonten als auch für Postkonten genutzt werden kann .

Validierung der MWST Nr. im GUI

Das GUI führt jetzt eine Validierung der eingegebenen MWST-Nummer durch, sodass die MWST. Nummer im korrekten Format erfasst wird. Neben der Abkürzung MWST werden auch die italienische und französische Varianten IVA und TVA akzeptiert. Die Validierung erfolgt an folgenden Bereichen:

• Praxisadministration > Einstellungen Praxis > Personal & Berechtigung > Personal > Abrechnung
• Praxisadministration / Einstellungen Praxis / Mandant / Mandant auswählen / Rechnungsstellung

Datenschutz bei Übermittlung der Pauschalendiagnose bei ambulanter Fallpauschale

Neu kann eingestellt werden, ob bei einer Fallpauschale die Pauschalendiagnose ein- oder endstellig übermittelt werden soll. Diese Konfiguration wurde aus Datenschutzgründen eingeführt. Während bisher standardmässig die endstellige Übermittlung erfolgte, ist neu standardmässig die einstellige Übermittlung hinterlegt. Bei Bedarf kann die Einstellung unter Praxisadministration > Einstellungen Praxis > Abrechnung > Standardwerte angepasst werden.

Neues XML-Attribut countrycode im invoice:esrQR

Im Rechnungsxml-Dokument (4.5 und 5.0) wird neu der countrycode und street mitgeliefert.

Konsultation | Neue Terminart «Begleittermine»

Erstellen von Begleitterminen

Begleittermine müssen zwingend immer mit einer Konsultation verknüpft sein. Das bedeutet, dass eine Konsultation existieren muss, damit ein Begleittermin erstellt werden kann. Ein Begleittermin kann innerhalb des Tages im selben Standort erstellt werden oder tagesübergreifend. Beim Letzteren ist zu bemerken, dass der Begleittermin maximal 8 Stunden von der Konsultation auseinander liegen darf.

Hinweis für Terminserien: Für Terminserien kann kein Begleittermin erstellt werden. Ein Begleittermin kann immer nur mit einem einzelnen Termin (Konsultation) verknüpft werden.

Begleittermin erstellen aus der Konsultation

Wenn aus der Agenda ein Termin erstellt wird, wird standardmässig die Konsultation vorausgewählt. Haben Sie die Konsultation vollständig erfasst, können Sie direkt aus dieser Lightbox zuunterst über die Aktion "Konsultation erstellen und neuen Begleittermin hinzufügen" den dazugehörigen Begleittermin erstellen.

Dabei wird die Konsultation im Hintergrund gespeichert und erstellt und mit dem Begleittermin automatisch verknüpft. Sie haben dennoch jederzeit die Möglichkeit, die verknüpfte Konsultation auf dem Begleittermin zu ändern.

Hinweis für die Anwendung: Bitte beachten Sie, dass beim Wechsel auf den Reiter „Begleittermin“ die Konsultation nicht erstellt wird und somit der Begleittermin auch nicht erstellt werden kann.

Begleittermin erstellen aus der Agenda

Wenn bereits eine Konsultation zum gewünschten Patienten erstellt wurde, kann beim Erstellen eines Termins aus der Agenda der Reiter „Begleittermin“ ausgewählt werden.
Ist ein Patient ausgewählt, schränkt sich die Anzeige der Konsultationen des ausgewählten Patienten.
Wird die Option Ausserhalb vom Patientenstamm aktiviert, schränkt sich die Anzeige der Konsultationen auf Patienten ein, welche noch nicht im curaMED-Patientenstamm registriert sind.

Verschiebung von Terminen

Allgemein

Wenn eine Konsultation aufgrund einer Terminverschiebung verlegt werden muss, besteht die Möglichkeit, die dazugehörigen Begleittermine ebenfalls zu verschieben. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Begleittermine nicht mehr als acht Stunden über Nacht von der Konsultation entfernt liegen dürfen. Diese Regel stellt sicher, dass die Dokumentation und Leistungserfassung weiterhin korrekt auf den ursprünglichen Konsultationstag erfolgen können.

Wenn die Konsultation von einem Standort auf einen anderen verlegt wird, können die Begleittermine nur verschoben werden, sofern die dafür vorgesehenen Ressourcen auch am neuen Standort verfügbar sind.

Zeitliche Verschiebung aus der Konsultationsübersicht beim Patienten

Wenn bei einem Patienten eine Konsultation mit Begleitterminen in der Konsultationsübersicht zeitlich geändert wird, erscheint eine Option, mit der festgelegt werden kann, ob die zugehörigen Begleittermine ebenfalls verschoben werden sollen.

Standortwechsel aus der Konsultationsübersicht beim Patienten

Wenn bei einem Patienten der Standort einer Konsultation mit Begleitterminen in der Konsultationsübersicht geändert wird, werden die Begleittermine automatisch mitverschoben. Dies ist jedoch nur möglich, wenn auf den Begleitterminen mindestens ein Personaleintrag am neuen Standort verfügbar ist. Nicht verfügbare Ressourcen werden dabei entfernt.

Versand von Terminerinnerung und Terminbestätigung

Die Terminerinnerung sowie die Terminbestätigung erfolgt weiterhin über die Konsultationsart des Termins und wird somit auch für Begleittermine versendet.

Abrechnung mit Leistungssets

Die Leistungssets werden wie bisher je nach Konsultationsart automatisch hinzugefügt. Öffnet man die Leistungserfassung aus einer Hauptkonsultation, erscheinen die entsprechenden Leistungssets. Bei einem Begleittermin werden automatisch die dazugehörigen Leistungssets übernommen.

Automatische Leistungserfassung

Neu kann bei der automatischen Leistungserfassung ausgewählt werden, welche Terminarten (Hauptkonsultation & Begleittermine) automatisch abgerechnet werden sollen. Es werden dabei die zugehörigen Leistungssets automatisch hinzugefügt und der Abrechnungsstatus auf „Abgerechnet“ gesetzt. Wie gewohnt, können nur Termine automatisch abgerechnet werden, die noch nicht abgerechnet sind.

Abrechnungsstatus der Begleittermine

Ist die Leistungserfassung aus einem Begleittermin heraus geöffnet, wird beim Speichern der Leistungserfassung der Abrechnungsstatus dieses Begleittermins automatisch auf "Abgerechnet" gesetzt.

Werden während der Leistungserfassung weitere Begleittermine abgerechnet, können Sie im Leistungserfassungswizzard in Schritt 2 den Status dieser Termine ebenfalls auf „Abgerechnet“ setzen und so mehrere Begleittermine gleichzeitig abrechnen.

Übersicht im Tagesjournal

Die Begleittermine werden ebenfalls im Tagesjournal eingeblendet, sodass Sie am Ende des Tages einsehen können, welche Termine noch offen sind und abgerechnet werden müssen.

Begleittermine in der Mobile-Version

Begleittermine sind ab sofort auch in der mobilen Version in der Agenda sichtbar. Um die Bedienung auf dem Smartphone weiterhin einfach zu halten, können neue Begleittermine weiterhin in der Desktop-Version erstellt werden.

 

Agenda | Versand von gruppierten Terminerinnerungen

Neu können Sie im Admin-Bereich unter Praxisadministration > Einstellungen Praxis > Unternehmen > Adresse festlegen, ob der Versand der Terminerinnerung alle Termine eines Patienten am selben Tag umfassen soll. So erhält der Patient eine vollständige Übersicht über seine anstehenden Termine.

 

Leistungsset & Leistungsblätter

In diesem Kapitel erfahren Sie die Neuerungen im Bereich Leistungsset und Leistungsblätter.

Noch nicht gültige Leistungssets und Leistungsblätter zuordnen

Noch nicht gültige Leistungssets sowie noch nicht gültige Positionen aus dem Praxiskatalog > Andere können nun auch zu Leistungsblättern hinzugefügt werden. So können Sie anstehende Änderungen frühzeitig vorbereiten. Dies gilt ebenfalls für die Aktion «Zu Leistungsset hinzufügen».“

Leistungsset | Filtern nach Tarif

Neu können Leistungssets nach Tarifen gefiltert werden. So lassen sich beispielsweise bei Preisänderungen gezielt nur die betroffenen Leistungssets anzeigen und nacheinander anpassen. Dadurch bleibt die Übersicht klar, da Sie nur die relevanten Einträge sehen.

Leistungsset | Neue Aktion «Beenden und kopieren»

Falls bestehende Leistungssets angepasst werden müssen und die Änderungen ab einem bestimmten Gültigkeitsdatum wirksam sein sollen, können diese neu beendet und anschliessend kopiert werden. Die Aktion ist unter Praxisadministration > Verzeichnisse und Kataloge > Abrechnung > Leistungsset im Mehr-Menü zu finden. Dadurch ist es nicht mehr erforderlich, ein Leistungsset neu zu erstellen. Bestehende Leistungssets lassen sich so im Voraus anpassen und ab dem definierten Gültigkeitsdatum automatisch anwenden.

Leistungsblatt | Anzeige gültiger Positionen in der Leistungserfassung

Leistungssets und Leistungspositionen aus dem Praxiskatalog > Andere, die mit definierter Gültigkeit ins Leistungsblatt hinzugefügt worden sind, werden neu in der Leistungserfassung nur noch dann angezeigt, wenn sie zum Konsultationsdatum gültig sind.

Zusätzlich werden die im Leistungsblatt hinterlegten TARMED- und LKAAT-Positionen anhand des Konsultationsdatums geprüft, sodass jeweils der korrekte Tarif für den gewählten Zeitpunkt erfasst wird.

 

Barzahlung | Neue Aktion «Rechnung mit Barzahlung erstellen»

Neu steht unter Abrechnung > Leistungen und Patientendaten > Leistungen im Mehr-Menü die Aktion "Rechnung mit Barzahlung erstellen" zur Verfügung. Diese Funktion priorisiert den Rechnungsprozess für Barzahlungen, sodass diese Rechnungen schneller bearbeitet und abgerechnet werden können.

 

Apotheke

In den folgenden Unterkapiteln erfahren Sie mehr über die Neuerungen im Bereich Apotheke.

Neue Logik für manuell gesetzte Verkaufspreise bei medINDEX-Updates

Der manuell gesetzte Verkaufspreis bei den Artikeln unter Praxisadministration > Apotheke wird neu automatisch ungültig, sobald sich der Ex-Factory-Einkaufspreis durch ein medINDEX-Update geändert hat.

Ab diesem Zeitpunkt hat der Artikel entweder keinen aktuell gültigen Verkaufspreis mehr oder einen durch den Preisfaktor automatisch neu berechneten Verkaufspreis. Somit lässt sich die Apotheke einfach schnell auf leere Verkaufspreise überprüfen und korrigieren.

Ausserdem erscheint in der Leistungserfassung eine Fehlermeldung, wenn ein Artikel ohne festgelegten Verkaufspreis erfasst wird. Dadurch wird sichergestellt, dass die Preise stets aktuell und korrekt sind.

Verbesserung der Filterbezeichnung

Die Filterkriterien „Lagerhinweis“, „Betäubungsmittel / psychotrope Substanz“ und „Verfügbarkeit“ wurden überarbeitet, sodass neu in der eingeklappten Filter-Ansicht nachvollziehbar ist, welche Filterkriterien angewandt wurden. Dadurch wird mehr Transparenz ermöglicht.

 

Medikation | CDS – Check: Erweiterung um Diabetes

Im Medikationsplan des Patientendossiers kann unter „Risiken“ neu erfasst werden, ob ein Patient an Diabetes erkrankt ist. Diese Information wird beim CDS-Check berücksichtigt, sodass der Medikationsplan gegebenenfalls angepasst werden muss.

Labor | Patientengeschlecht in den Eingegangenen Laborwerten

Wenn HL7- Laborresultate unter Praxisadministration > Eingegangene Dokumente eingesehen werden, wird neu auch das Geschlecht des Patienten angezeigt. Dadurch kann die medizinische Beurteilung unter Berücksichtigung des Patientengeschlechts erfolgen.

Adressbuch | Neuer Status Aktiv und Inaktiv

Adressen, die unter Praxisadministration > Verzeichnisse und Kataloge > Adresslisten erfasst wurden, können neu als „Inaktiv“ markiert werden, wenn es sich um nicht mehr gültige Adresse handelt. Inaktive Adressen bleiben weiterhin mit bestehenden Einträgen verknüpft, stehen jedoch bei neuen Auswahlvorgängen nicht mehr zur Auswahl zur Verfügung.

 

UX-Optimierungen im Adminbereich

Laden von Einträgen beim Wechseln von Alle/Aktiv/Inaktiv-Filtern

Beim Wechsel von Aktiven und Inaktiven Einträgen im Adminbereich wird nun ein Waitspinner angezeigt, solange die Daten geladen werden. Sobald der Ladevorgang abgeschlossen ist, wird der Spinner ausgeblendet und die Inhalte erscheinen. Dies verbessert die Rückmeldung und sorgt für eine klarere Benutzerführung.

Optimierte Benutzerberechtigungstabelle für bessere Übersicht

Die Tabelle zur Konfiguration von Benutzerberechtigungen wurde überarbeitet und folgt nun dem Aufbau der bekannten Druckermatrix. Damit behalten Adminbenutzer auch bei vielen Mitarbeitenden stets den Überblick.

Zuletzt geöffnete Patienten anpinnen

Zuletzt geöffnete Patienten unter Patienten können nun auch angepinnt werden. Somit können Sie aus dieser Übersicht schnell die Patienten anpinnen, bei denen bspw. noch Dokumentationsarbeit geleistet werden muss.

 

curaMED ohne curaBILL

Die Neuerungen in diesem Kapitel betreffen Mandanten ohne curaBILL.

Anpassungen für Ambulante Arzttarife in der Leistungskontierung

In der Konfiguration der Leistungskontierung für den Mandanten wurden die Leistungstypen um TARDOC und Ambulante Pauschalen erweitert. Somit können Sie frühzeitig mit den Anpassungen für den neuen Ambulanten Arzttarif beginnen. Sobald die Anpassungen abgeschlossen sind, wird ab dem 01.01.2026 sichergestellt, dass die Leistungen im Ambulanten Arzttarif mit dem Abschluss der Buchungsperiode korrekt verbucht werden.

Neues Icon für die erneute Rechnungsübermittlung

Um Missverständnissen vorzubeugen, wurde die Aktion „Rechnungskopie versenden“ bei übermittelten Rechnungen in „Rechnung erneut übermitteln“ umbenannt. Dies verdeutlicht, dass es sich nicht um den TG Rechnungskopieversand handelt. Rechnungen, die erneut übermittelt wurden, sind neu mit einem entsprechenden Icon in der Spalte „Übermittlung“ gekennzeichnet. So ist in der Rechnungsübersicht auf einen Blick ersichtlich, bei welchen Rechnungen eine erneute Übermittlung erfolgt ist, ohne dafür die Änderungshistorie einsehen zu müssen.

Konfiguration für die Verbuchung von Mahngebühren

Mit dem neuen Spezialkontierungsfall «Mahngebühren» kann die Konfiguration vorgenommen werden. Es muss dabei sichergestellt sein, dass diese Kontierung anschliessend unter Kontenplan dem entsprechenden Konto zugeordnet wird.

Diese neue Konfiguration bildet die Grundlage für die korrekte Verbuchung von Mahngebühren, die jedoch erst mit einem späteren Hotfix umgesetzt wird.

QR Rechnungscode im TG Rechnungsteil neu mit Länderangabe

Neu wird in der Tiers Garant Rechnung im QR Rechnungscode die Strasse (Adresszeile 1) und der Ländercode mitgegeben (siehe Praxisadministration > Mandanten > (curaLINE Mandant) > Konto > Kontoinhaber).

 

Nice to know – Features

Optimierung: Medikamentensuche

Die Medikamentensuche wurde optimiert. Es ist nun möglich, auch nach Medikamenten mit Bindestrich zu suchen und diese korrekt zu finden.

Optimierung: Sortierung von «Meine angehefteten Patienten»

Die Sortierung der angehefteten Patienten wurde optimiert. Sie erfolgt neu nach dem Konsultationsdatum.

Pendenzenexport – Neuer Filter Standort

Beim Pendenzenexport unter Praxisadministration kann neu zusätzlich nach dem Standort gefiltert werden, sodass nur die Pendenzen von dem gewünschten Standort exportiert werden.

Neuer Kanton FL für die Berechnung der Taxpunktwerte

Für die Berechnung der Taxpunktwerte wurde der Kanton FL ergänzt. Die für den Kanton FL gültigen Taxpunktwerte sind identisch mit den Taxpunktwerten des Kantons St. Gallen.

 

Bugfixes

  • Letzter Rechnungslauf: Ausblenden von Barzahlungen
    In dem Widget «Letzte Rechnungsläufe» werden nur noch Einträge angezeigt, wo effektiv eine Rechnung erstellt wurde.
  • Anrede bei Geschlechtsauswahl
    Bei Patienten, welche keine Anrede wünschen, wird das Geschlecht nicht mehr automatisch gesetzt. Das Geschlecht ist leer und kann frei gewählt werden.
  • Projekt FIRE – 255 Zeichen Beschränkung aufgehoben
    Bei der Übermittlung von bestimmten Einträgen an das FIRE-Projektteam wurde der Freitext ab einer Zeichenlänge von 255 abgeschnitten. Dieser Fehler ist behoben.
  • Papershift Schnittstelle – Fehler Initialisierung
    Der Fehler bei der Papershift Schnittstelle «Papershift Daten können nicht initialisiert werden» wurde behoben.
  • Agenda: Patientenstatus – Aktualisierung
    Der Patientenstatus wird nun auch aktualisiert, wenn ein anderer Nutzer den Patientenstatus aktualisiert.
  • Selbstdispensation – Abbrechen hat Wait-Spinner angezeigt
    Das Einfrieren nach dem Abbrechen der Selbstdispensations-Erfassung im Patientendossier wurde behoben.
  • Pendenzenansicht (Praxisadministration) – Filter Zuständig
    Der Filter für den zuständigen Benutzer in der Pendenzenübersicht lädt nun (analog zum Filter "Behandelnder Ausführend") nur noch Benutzer des aktuell ausgewählten Standortes.
Publikations-Zeitraum
-
News Einstufung
Standard
Archivierung
An


Toolbox
#27curaMED Release Notes 4.11
DE Vorhanden (Aktuell)
FR Vorhanden (Aktuell)
IT Vorhanden (Aktuell)
Erstellt30 Jan 2026 - 08:51 von helpcenter_admin
Geändert 13 Feb 2026 - 17:34 von helpcenter_admin
StatusPublished
Account Anmelden